Am Boden liegend ertönt
ihr gutturaler Laut in Mono, eine Echospur, die Teil des Todesgesangs
und im Äther ein illusionistischer Missbrauch einer verlorenen
Gestalt ist. Die Bildung einer Reihe Bewegungen schleichen sich
experimentell in den Überlebenskampf ein, die zum Elektrisieren des
Körpers führen und den Aufbruch der Eingrenzungen durch Zuckungen
der Extremitäten einleiten. In diesen Exzessen verbirgt sich eine
Sanftheit bis in eine Schläfrigkeit führend, welche die menschliche
Fragilität überschneidet. Die Episode einer zerrütteten
Weltansicht, die in einen Leidensweg endet, der in die Manipulation
des Körpers durch die Seele Erlösung erlangt.
Als Schönheit geboren
ist sie im Inneren von der Welt isoliert. In Hysterie schallt ihr
letzter Schrei, wie in Zorn zerrissen spukt sie Blut, da ihr Magen
ein Vogelkäfig ist.
Die vergessene Urheberin
dieses Stücks ist weder natürlich eine Verrückte noch irrsinniger
Weise eine konventionelle Natürlichkeit. Aber die Entschlafene
bleibt verfügbar im Raum, da sie die Reise im Inneren ihres
Fleisches, entlang den Bahnen ihrer Sehnen und Nerven vollführt. Die
Intensität der Abspaltung vom Körper steht dem Ende gegenüber. Der
eigene Mord ist die dunkle Bekenntnis zu ihrer Finsternis, als Lied
gespielt.
Der Mord löst Fesseln,
in der Stärke des Schattens kann das Böse ihre Ängste auflösen.
Da wird sie zurück in ihr Bewusstsein katapultiert, was zum ersten
Mal die Beherrschung über den Körper ermöglicht und die
Entgleisung unvorhergesehene Ausmaße annimmt. Sie bricht entzwei.
Die Berufung ihrer Dunkelheit zur übergroßen Schreckensgestalt kann
keine Gesichter mehr verbergen und im Unbehagen setzt Kontrollverlust
ein.
Die Gründe ihrer
Abspaltung, eine wohlklingende Leere, sind undurchsichtig, mögen
aber ihrem Naturell entsprechen. Dort entsteht eine authentische
Hymne, sie als Heldin, weil sie sich von der irdischer Sklaverei der
Natur befreit. Sie wirft diese Autorität in einer langsamen
Elektrisierung der Nervenbahnen von sich. Somit muss sie nicht eine
Verteidigung leisten, die ihr Qualen zurückbringen würden.
Die solide Verbindung vom
Körper und Seele wird durchtrennt, die Realität kann durch die
Seele geprägt werden und verzerrt die Zeit. Der Verstand wird
infiziert.
Ein statuiertes Exempel,
das groß ist, weil es ein Leben birgt. Trotz der Probleme das Opfer
im Haus zu sein, kompensiert ihre Euphorie die Schlacht um Harmonie,
die in die Urheberin einfahren und sie adeln. Dies ist zumindest in
diesem Versuch gut gelungen, da die Einsamkeit radikal ist. Sie rammt
ein Messer in ihre Mundwinkel und schneidet ihre Wangen auf, solange
bis das Gesicht auseinanderklafft. Das Messer ist eine heilbringende
Gnade.
Ihre innere Landschaft
ist so pulsierend wie der Blutstrahl und ihr Mut beinhaltet eine
Kraft, die die tiefe, intime Stimmung nicht abbricht. So
umschmeichelt sie ihr imaginäres Inneres als klangvolle
Persönlichkeit, indem sie röchelnd spuckt. Die Szenerie schlängelt
sich um sie, gleitet in ihren offenen Schlund und durchflutet ihre
Bauchhöhle wie einen Raum. Sie schwingt souverän und durch ihre
Nase rauscht ein atonaler Hauch, eine Klage die bassig flötet. Ein
offenes Ende, dass in Zartheit gewogen wird. Das Beste in ihr ertönt.
Der hörbare Lacher ist
eine irre Antwort, ein Versteckspiel einer vertrackten Natur, die im
Handeln doppeldeutig ist.
Der Kampf
manifestierte sich früh in ihr und berichtet, eine düstere Warnung.
In dem Moment als ihre
Psyche mit dem Körper verschmilzt, ist sie lediglich eine Montage.
Ihre Entstellung ist die Herrlichkeit ihrer Erkenntnis.
Die Selbstzerstörung
erscheint einer Liebeserklärung gleich zu kommen. Sie umschwärmt
ihr Selbst und in dieser Art und Weise inszeniert sie eine neue
Realität, die in einer Wahnvorstellung rätselhaft versteckt liegt.
Die Desorientierung dient als Zugang, eine Motivation zum Untergang
und löst die verhängnisvolle Verbindung endgültig. Ihre Leiche
zerfließt mit dem austretenden Blut.
JD