Das Haus war Zuflucht für seine
Unschuld. Die neue, wage Existenz befeuert seine Lebenslust und
erzieht seinen Geist neu. Er richtet seine Gedanken nicht mehr klar
und geordnet aus, sondern bildet sich neu. Das verloschene Feuer
glüht ihn noch heiß. Es verfing sich in seinem Inneren und spült
Salven der Befriedigung in Wellen unter seiner Haut hindurch. Ohne
Besitz definiert er sich neu.
Die Gesellschaft hat ihn auf den
Gewissen und sich kannibalisch an ihn vergangen. Nichts lässt das
vergessen. Jenseits der Moral verfällt auch das Prinzip.
Mitten in den Trümmern seiner
Besitztümer verzweifelt sein Verstand und wird vom Wahnsinn
verdrängt. Liebe verdreht ihm den Sinn und er verkauft seine
Vernunft an die Besessenheit. Freiheit ersetzt die Zwänge der Arbeit
und des Alltages. Er übertönt alle Klänge der Nacht. Hier bilden
sich kein abnormes Gedankengut und keine Angst vor der Flüchtigkeit
des Mitmenschlichen. Sein Ruin spricht ihn von gesellschaftlichen
Pflichten frei, die ihn nicht mehr an Normen binden.
Ihn ihm tanzen Gedanken im wilden Takt
und rühren alles zu Brei. Eine zerstörte Existenz im Todeswahn.
Zwischen der nun luftgekühlten Asche sucht er seine Vergangenheit
anzufassen. Im Griff begegnet ihm der Zerfall.
Am Ende verbleibt ihm auf den Tag zu
warten, damit er ihm einen Weg weist. Krank vor Qualen des Verlustes
schreit er in den Nachthimmel und sehnt sich nach Licht. Nichts
leuchtet auf seinem Körper. Die Sterne sind nur ferne Funken und
geben keine Richtung an. Möglicherweise ist er ein Naturereignis.
Im Rausch des Wahns nährt ihn die
verbrannte Wirkungsstätte. Die Wärme des Feuers steigt noch aus der
Asche empor. Der Wahn wird zur unfassbaren Gewalt für ihn. Sein
Verstand rät ihm noch Abstand zu nehmen und seine Zukunft in der
Vernunft zu suchen. An dieser Stelle tritt nun aber ein buntes Spiel
vor seinen Augen, eine kräftiges Piepen, eine schrille Melodie,
seltsame Farbenmäntel und heftiges Verlangen nach Fleisch.
Er sieht weder sich noch andere. Er
wird viel und eine Alternative zum lebbaren Alltag, beginnt er sich
im Wahn zu bewegen.
Die Staubwolke aus Asche lüftet einen
Spalt.
JD
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