Sonntag, 15. September 2013

Von mir zu dir

In uns verlor sich im Abstand die Zeit,
haftete der Moment an der Zweisamkeit,
bat die Nacht um Gnade vor der Untat
sind wir ganz durch Unantastbarkeit.

Gleiten wir schnell in uns hinein,
dass wir einen Halt darin finden
und die Blicke uns aneinander binden.
Denn die Schauer über uns am Morgen,
bergen keine Augenblicke mehr.
Weckt die Kälte uns aus unseren Träumen
geht es von mir und lässt Verzweiflung folgen.
Schaue ich dir nach, sagst du nichts über den Weg.

Kenne mehr von dir aus dem Verborgenen,
besseres als in mir, trägst du fort.
Weißt nicht wie ich war, bevor wir uns hatten,
kannst mich nicht erkennen, da ich mich halbiere.

Ich bin die letzte Stunde in unserer Bindung,
frage nicht mehr nach dem zukünftigen Uns.
Lächele lange, verzeihe nicht mehr das Vergessen,
lasse dich dennoch in dem Glauben ziehen.

Rot verfärbt das Weiße im Tränenfluss,
träge werden die Hände über deine Kraft.
Du hast jetzt immer wieder andere Leute,
im Kreis blicken wir uns heimlich an.

Können uns wiederfinden, kennenlernen
und doch nicht mehr den anderen entdecken.
Sagst nichts mehr, bist nicht mehr Teil von mir
sehen wir uns, habe ich keine Fragen mehr.

Werde nicht mehr sein für dich!
Können nicht bis zur Ewigkeit verbleiben.
Ist Sehnsucht die letzte Bindung zu dir
wir sie mich doch verlassen, wie die Wärme verlässt meine Haut.

Überlege wann bin ich ohne uns?
Bin ich allein das Gewissen?
Klagt die Ungeduld,
spiegelt sich die Nacht in meinen Gesicht.
Träume vom wir.
Werden uns in einer neuen Welt wiedersehen.
Zurück komme ich nicht!
Werde für uns als erste gehen!

JD

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