Sonntag, 9. Juni 2013

Lebenszeit


Sie gibt am Anfang, bis zum Ankommen
Im Geben verweilt sie bis zum Gehen
Sie gibt bis er da ist und verweilt in Starre
Und wartet auf den Moment, denn er kommt zu spät
Alles für ein gerechtes Gleichgewicht in langen Jahren

Denn die Tage müssen bunt sein
Sie müssen erkranken und gesunden
Verbrennen im lichterlohen Feuer bis in eisige Starre
mit Dunkelheit verschatten und im Licht auf ein Ziel weisen
alles für den Gleichklang in schwindenden Stunden

Die Wartezeit muss in Geduld enden
Muss gegeben werden und mit Wahrheit belohnt,
Denn die Treue zur verharrten Minute
Bringt einen um den Betrug und erhellt mit Erleichterung
Für eine gehaltene Spannung im Strom der Zeit

Denn Leben gibt Farbe und Blässe
Es macht heiter und nimmt den Frohsinn
Bringt Krankheit und lässt die Seele genesen
Mit brennendem Feuer und Eiseskälte der Jahreszeiten
Versteckt in Dunkelheit und Licht
Für die gerade Haltung und den erhobenen Kopf

In ihm fallen die Menschen, weil das Leben nichts gibt
Es beflügelt Seelen durch einen warmen Stoß
Es verlässt die Menschen, weil es versagt
Es krönt Menschenhäupter, weil einer siegen muss

Leben muss die Menschen begießen
Sie überfüllen und leeren
Muss verwüsten und die zarte Seele begrünen
Und Herzen ergänzen, zerbrechen und zusammenfügen
Im Spannungsfeld der Welt, in konstanter Geschwindigkeit gedreht
Solange die Erde weiterzieht, gibt er den Morgen, der die Menschen weckt
und die Dunkelheit, die ihre Träume auffängt

JD

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen