Nur wenig später liege ich in meinem Leid
im Schmutz langer Tage
ein verlassener Ort
die Guillotine wartet
am nächsten Tag
Stunden nach der Schande
liege ich wach
und sehne nach dunkler Nacht,
die beschützend ihren Mantel
um mein kümmerliches Dasein legt.
Steine türmen sich an meiner Seite
und brechen ein,
in den Grund.
Wartet auf mich, bevor ich versinke,
kommt mich holen.
Im Strom, die Verabschiedung
ohne Versöhnung, gehe ich in die Tiefe.
Nur sagen Worte nicht,
was mein kläglicher Gesang bewirkt
im Untergang.
Stelle ich mir vor, wie sehr
mein Haupt aufrecht geriet
gerad und selbstbewusst war mein Gang
mit Stolz bepackt, die Brust
doch vergraben mich die Wellen
Im hellen Schein träumte ich vom Glanz,
da lag ich nieder
und sagte Aufwiedersehn.
Es fiel die Klinge und nahm meine Würde,
aber mein Herz verströmte noch Wärme.
JD
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