Sonntag, 26. Mai 2013

Serie Weiß und Schwarz erzwingt Grau, Teil 1: Im Menschenmeer


Im Menschenmeer zieht ein rauschender, schwarzer Strom an den Personen entlang. Er berührt sie nicht und begegnet keinem Widerstand. Keiner übernimmt die Verantwortung sich der Materie zu widmen und erkennt nicht die dunklen Triebe in ihr. Sie ergeben sich der herrschenden Masse, in der jeder einzelne in Scham vor diesem Schauspiel versinkt. Welches Ausmaß kann eine solche Naturerscheinung annehmen, wenn sie ein Schleier im Blickfeld wird und unsere klare Sicht korrigiert. In dieser Sekunde wird ein Verbrechen an den wachen Verstand verübt. Die schwarze Materie ist nur ein Lückenfüller. Der Druck verleitet aber die Menschen in tiefsten Inneren aus Selbstschutz der Korruption zu verfallen. Ihr schwacher Widerstand verhindert eine abwehrende Handbewegung und leichtsinnig gewinnt der allgegenwärtige, schwarze Strom das Vertrauen der überwältigten Menschen. Keine Frage richtet sich gegen die Gesetze der Natur und gibt den Menschen seinen freien, eigenen Willen preis. Niemand greift ein und richtet alle in gelungene Bahnen. Die Aufforderung sich einer vernünftigen Entscheidung unterzuordnen, misslingt und alle Menschen ertränken ihre Sorgen, Weltansichten und Wünsche in vielen Flaschen Bier. Individualität entfällt beim Anblick des sichtbaren Zeitgeistes und feige winden sich die Körper umeinander, um Wärme zu spenden.
Alles erweckt den Anschein als sei die Nacht eine tragische Kulisse für eine vermischte Herde von Willenlosen. In ihnen herrscht kein festes Rückgrat, kein harter Kern, in ihrer tragischen Erscheinung bereiten sie den Untergang für die Wissenden. Die schwarze Masse hetzt über die leer gesaugten Körper und langsam bemächtigt ihre schonungslose Kälte, die Körper. Das Bild der Gefangenen in ihren Körper zeugt von einem Geist, den man verloren glaubte. Erst als man sieht, dass er gefesselt in ihnen daliegt, wird das Bewusstsein geweckt, den Menschen wird die Dunkelheit zum Verhängnis. Sehr wenige Wissende erkennen nun die Drohung im Verderben zu enden und kämpfen, in dem sie vor den Geistestod warnen. Über das Schicksal der Anwesenden haben nicht die Wissenden zu entscheiden, aber sie werden bleiben und berichten.
Nachdem wenige begonnen haben, warten die Gefangenen, dass jemand den Kampf anfängt. Daher rückt die Gefahr, dass erste in der Nacht für immer verschwinden, näher. Sinnlos wäre ihr Opfer. Daher rufen die Wissenden und fordern jeder Anwesende soll seine Verantwortung übernehmen und ein teures Mitglied im Sozialverbund werden, sodass man sich auch in den letzt möglichen Stunden wehren und gegenarbeiten kann. Leistet man mit einem starken Willen Widerstand, kann der Geist Feuer fangen und auflodern. Das trennt die Fesseln und besiegt die Dunkelheit. Es ist Zeit zu Stoppen und nicht sinnfrei Weiterzugehen. Das Blut muss kochen und den inneren Trümmerhaufen vernichten. Jeder verdient zu bekommen, was er erkämpft.

JD

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