Samstag, 18. Mai 2013

Gesehen


Du verfolgst die Bahnen meines fließenden Stroms
und kriechst entlang ihres Verlaufes
du umfängst meine traumlosen Nächte
da die Motte mit ihren Flügelschlägen die Lichter verschwärzt
du richtest dich wie ein Sperr vor den Tod
du Alleiniger ewigen Alterns und Abschiednehmens
am Halten, wenn das Leben tritt
leidest du weiter und weist in die Zukunft.

Erkanntest zu Beginn die hiesige Welt,
verschriebst dich der schnellen Änderung.
Ermattest vom Schein der Glückseligkeit,
da niemand sich an deine Seite stellt,
an der Tiefe, die Rührung zerrt
und eine Botschaft zeichnet ein Bild,
aus den Verborgenen entnommen
glühet tief ins Schwarz langer Nächte.

In mancher stillen Zeit denkst du Gerede ist ein Wäre im Vergessen
stand das Bild ohne Frage,
mein Wort vor deiner Hemisphäre
neben meinen Worten, von deinen besessen
zerstört mein Wort deine Hemisphäre
geschah ohne Verborgenheit im Vergangenen
und berührt kein altes Laster.

Im letzten Moment erstrahlen verlassene Räume
ein Windstoß trägt dich fort,
eine helle Farbe leuchtet zu den Ästen der alten Bäume
und bildet ein Schattenspiel
deine Blätter und Blüten durchbrechen die Kronen,
ohne eine Entfernung fragt er nicht
nach seiner Rolle im Schauspiel
und löscht das Licht ohne Erinnerung,
denn seine Worte schlagen aus seiner Hemisphäre in ihre nieder.

JD

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen